

Im Test: Souls light mit Rätselflair
Wer stirbt, der altert!
Das ist kreativ: Jedesmal, wenn mein Held stirbt, wird er ein Jahr älter! Das erkennt man an seinem Äußeren, wenn sich auf dem jugendlichen Gesicht die ersten Bartstoppeln zeigen oder Falten bilden. Zudem darf man an allen Jubiläen wie dem 20., 30., 40. Geburtstag bis ins hohe Alter von 80 Jahren jeweils aus drei Geschenken wählen. Ich habe mich z.B. zu meinem 20. für das schnellere Sammeln von Erfahrungspunkten entschieden.
Denn bei jedem Aufstieg kann ich meinen Charakter in einigen Bereichen entwickeln: Je nachdem ob ich z.B. Stärke, Beweglichkeit oder Leben erhöhe, teile ich mit bestimmten Waffen mehr Schaden aus oder stecke selbst mehr ein. Und während sich der junge Held eher für den Nahkampf eignet, sollte man im fortgeschrittenen Alter eher die arkane Kraft einsetzen, denn für Zauberei muss ich körperlich nicht so fit sein. Sehr schön ist, dass man auch als junger Mann gebückt und keuchend umher läuft, wenn man zu viel auf die Mütze bekommen hat...
Prolog zu Remnant: From the Ashes
Zu Beginn des Abenteuers fühlt man sich zudem wie in einem Dark Souls light: Man kann mit seinem Schwert leichte und schwere Hiebe austeilen, dazu mit dem Schild blocken oder im richtigen Moment kontern. Zwar sorgt das dafür, dass die goblinartigen Feinde kurz die Deckung öffnen. Aber die situative Spannung sowie Wucht ist weit entfernt vom Vorbild, das Ausweichen und Parieren wirkt etwas zäh. Trotzdem ist es lobenswert, dass im Gegensatz zu VR jetzt auch die Ausdauer eine Rolle spielt, so dass man nicht mehr endlos draufhauen kann und taktischer kämpfen muss.
Fade Kulissen, nette Rätsel
Man kann weder klettern noch springen, nur sprinten - es gibt also keine akrobatischen Reize, aber man erklimmt so einige Leitern oder nutzt Fahrstühle in vertikaler Erkundung. Allerdings kann man in den Arealen nicht physikalisch interagieren, ja nicht mal Kisten zerdeppern. Immerhin gibt es einige Rätsel: Mal gilt es nur Schalter zu bedienen oder Artefakte an den richtigen Stellen zu platzieren, aber manchmal muss man zuvor Gegenstände in seinem Inventar kombinieren wie in einem Adventure der 80er Jahre.
Charmante Momente, einige Verirrungen
Fazit
Lust auf Dark Souls light mit Rätselflair? Dann schaut euch dieses charamante Abenteuer an, das neben Kampf sowie Erkundung auch noch einen kreativen Alterungsprozess bietet - je öfter man stirbt, desto älter wird man. Zwar ist das "nur" eine Umsetzung des VR-Vorbildes Chronos von 2016, aber Gunfire Games haben an einigen Stellen geschraubt: Darunter die besseren Rätsel sowie die Ausdauerleiste. Die Kämpfe sind so taktischer, aber wirken auf Dauer etwas fade. Zudem verliert die biedere Kulisse ohne die virtuelle Realität einiges an Faszination und leider irrt man ohne Karte etwas zu viel umher, wenn man Dinge von A nach B bringen muss. Dafür gibt es einige coole Situationen in einer Fantasywelt, die mit ihrer Mischung aus Moderne und Mittelalter zumindest eigene Akzente setzen kann. Auch wenn die Story für sechs bis acht Stunden eher vor sich hin plätschert und Remnant: From the Ashes das bessere Action-Rollenspiel ist: Unterm Strich ist das noch gute Unterhaltung!
Pro
Kontra
Wertung
PC
Lust auf Dark Souls light mit Rätselflair? Dann schaut euch dieses kleine Abenteuer an, das neben Kampf sowie Erkundung auch noch einen kreativen Alterungsprozess bietet.
XboxOne
Lust auf Dark Souls light mit Rätselflair? Dann schaut euch dieses kleine Abenteuer an, das neben Kampf sowie Erkundung auch noch einen kreativen Alterungsprozess bietet.
PlayStation4
Lust auf Dark Souls light mit Rätselflair? Dann schaut euch dieses kleine Abenteuer an, das neben Kampf sowie Erkundung auch noch einen kreativen Alterungsprozess bietet.
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