Xenoblade Chronicles: Definitive Edition27.05.2020, Jens Bischoff

Im Test: Neuauflage des Rollenspiel-Hits

Fast zehn Jahre nach der Wii-Premiere veröffentlichen Monolith Software und Nintendo das Action-Rollenspiel Xenoblade Chronicles als erweiterte Definitive Edition für Switch. Wie sich die Neuauflage im Vergleich zum Original schlägt, verrät der Test.

Das Schwert der Götter

Es war ein Duell ohne Sieger, das die Götter Bionis und Mechonis in grauer Vorzeit ausfochten. Am Ende fielen beide völlig erschöpft in eine andauernde Starre und auf ihren gigantischen Körpern entstand neues Leben. Heute ist Bionis Heimat verschiedener Völker und Kulturen, die in Kolonien auf seinen zerklüfteten Beinen, in den Rücken bedeckenden Wäldern oder über seinem Haupt schwebenden Luftschlössern residieren. Allerdings wird der Frieden immer wieder durch Übergriffe roboterartiger Wesen aus Mechonis gestört.

Nur mithilfe der einst von Bionis geführten Monado-Klinge gelang es dem Ansturm der Mechon genannten Invasoren bisher standzuhalten. Das Führen der Waffe hat allerdings starke Nebenwirkungen, die seinen aktuellen Besitzer mittlerweile ans Krankenbett gefesselt haben. Das wollen die neu formierten Mechon-Streitkräfte natürlich ausnutzen und blasen zum Großangriff auf dessen Heimatregion. Die konventionelle Abwehr der Kolonien hält nicht lange stand und binnen kürzester Zeit kämpft jeder nur noch ums nackte Überleben.

Angesichts der ausweglosen Situation sieht sich der junge Forscher Shulk dazu gezwungen, selbst zur Monado-Klinge zu greifen, die ihn nicht nur als neuen Besitzer zu akzeptieren scheint, sondern ihn sogar tragische Ereignisse aus der Zukunft sehen lässt, die sich durch sein Eingreifen noch abwenden lassen. Doch im entscheidenden Moment kommt er zu spät und kann nur noch zusehen, wie das prophezeite Schicksal seinen gnadenlosen Lauf nimmt...

Der Beginn einer Odyssee

Von Hassgefühlen gegen die Mechon getrieben kennen er und sein Freund Reyn fortan nur noch ein Ziel: Den Anführer der Invasion zu stellen und Vergeltung zu üben. Der Rachefeldzug verschlägt sie an Orte, die sie nie zuvor gesehen haben, konfrontiert sie mit Gefahren jenseits ihrer Vorstellungskraft, beschert ihnen aber auch immer tiefere Einblicke in den ewigen Konflikt mit den Mechon sowie neue Weggefährten mit teils ganz eigenen Interessen und Schicksalen.

Noch ahnen die drei Freunde nicht, welches Schicksal ihre Heimatstadt gleich ereilen wird...

Man trifft auf alte Bekannte, die unerwartet zur Hilfe eilen, Flüchtlinge anderer Kolonien, die ebenfalls noch eine Rechnung mit den Mechon offen haben, kleinwüchsige Waldbewohner, welche die entlegensten Winkel bereisen oder zurückgezogen lebende Adlige mit festgefahrenen Traditionen. Nicht überall wird Shulk mit offenen Armen empfangen, hier und da gilt es zunächst Überzeugungsarbeit zu leisten, sich in Geduld zu üben und Konflikte zu lösen, bevor man seinen Weg fortsetzen und mit weiterer Verstärkung in die Schlacht ziehen kann.

Umwerfendes Trio

An Kämpfen können sich allerdings nicht mehr als drei Gruppenmitglieder aktiv beteiligen. Welche das sind, kann man in der Regel frei bestimmen. Während man selbst immer nur die Geschicke des ebenfalls meist frei wählbaren Anführers leitet, werden dessen Partner von der KI gesteuert. Auf diese kann man zwar nur wenig Einfluss nehmen, sich aber generell gut verlassen. Neben den Anweisungen, sich auf ein bestimmtes Ziel zu konzentrieren oder sich zurückzuziehen, kann man ihnen in bestimmten Situationen auch Mut zusprechen oder nach einem Sturz schnell wieder auf die Beine helfen.

Auch Gegner können mit entsprechenden Attacken ins Straucheln gebracht, anschließend umgestoßen und sogar kurzzeitig in Ohnmacht versetzt werden. In dieser Zeit ist das Opfer nicht nur wehrlos, sondern erleidet auch mit jedem Schlag kritischen Schaden. Die Auseinandersetzungen laufen dabei stets in Echtzeit ab, wobei Standardattacken ähnlich wie in Online-Rollenspielen automatisch ausgeführt werden, während man selbst mit unterschiedlichen Reaktivierungszeiten belegte Spezialtechniken auslöst und auflockernde Reaktionstests bestreitet.

Bis zu acht solcher Techniken lassen sich auf charakterspezifischen Skillpaletten anordnen und durch spezielle Erfahrungspunkte nach persönlichen Vorlieben aufwerten. Lediglich Shulk verfügt dank des Monado-Schwerts über eine zweite, erst nach Aufladung verfügbare Skillpalette, deren Belegung aber fest vorgegeben ist. Seine Gefährten beherrschen dafür jeweils eine individuelle, ebenfalls aufladbare Sonderaktion, die es ihnen z. B. erlaubt Magieattacken aus beschworenen Elementarkräfte zu entfesseln, Kombos vom Stapel zu lassen oder Gegner zu bestehlen.

Klein, aber fein

Das jeweilige Aktionsrepertoire ist zwar recht überschaubar, bietet aber neben individuellen Anpassungen auch taktisches Zusammenspiel und bleibt selbst im hitzigsten Eifer des Gefechts handlich. Zudem ist bei vielen Techniken überlegtes Timing und Stellungsspiel gefragt, da manche Manöver erst in Verbindung mit anderen oder nur aus bestimmten Richtungen ihr wahres Potential entfalten. Darüber hinaus spielen auch Moral, Gruppenharmonie und Gegnerwut eine wichtige Rolle im Kampf.

Lobt man seine Gefährten für erfolgreiche Aktionen oder spricht man ihnen bei Patzern Mut zu, steigen Moral und Treffsicherheit, während harmonisches Kämpfen Spezialaktionen wie Wiederbelebungen und verheerende Teamangriffe erlaubt. Einsetzbare Gegenstände gibt es keine. Dafür lernt Shulk seine Zukunftsvisionen auch im Kampf zu nutzen, wodurch sein Team besonders verheerende Gegentreffer vorhersehen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Neben dem Wirken von Schutztechniken, kann auch das Verlagern der Wut auf einen widerstandfähigeren oder den Angriff anderweitig abfangenden Charakter mithilfe provozierender Techniken über Leben und Tod entscheiden. Auch Fluchtversuche sind abgesehen von storybezogenen Kämpfen jederzeit möglich.

In den in Echtzeit ablaufenden Kämpfen kontrolliert man stets nur den aktuellen Anführer.

Auf der Switch kann man, falls man Schwierigkeiten hat, auch jederzeit in den sogenannten "Gemütlichen Modus" mit deutlich schwächeren Gegnern wechseln. Darüber hinaus gibt es auch einen neuen Experten-Modus, in dem man einen Teil der Erfahrungspunkte in einem kollektiven Pool sammeln, frei auf einzelne Charaktere verteilen und auch wieder abziehen kann. Wer über einen Spielstand von Xenoblade Chronicles 2 verfügt, kann außerdem mit einem Bonuskapital von 100.000 Goldstücken ins Spiel starten.

Viel zu tun

Gibt man im Kampf oder durch einen tödlichen Sturz doch mal den Löffel ab, heißt es aber nicht Game Over. Stattdessen wird man ohne irgendwelche Abzüge am zuletzt passierten Wegpunkt wiederbelebt. Diese Punkte dienen, einmal entdeckt, auch als Ziele für Schnellreisen. So kann man jederzeit an bereits besuchte Orte zurückkehren, um Händler aufzusuchen, alternative Routen einzuschlagen, eine Trainingspause einzulegen oder anderen Tätigkeiten nachzugehen. Speichern kann man überall, so lange man sich nicht in Kampfhandlungen, Dialogen oder Storysequenzen befindet, die man jederzeit auch pausieren und abbrechen kann. Die Speicherplätze sind allerdings begrenzt. So gibt es lediglich einen automatischen sowie drei manuelle Speichermöglichkeiten.

Die u. a. mit Schnellreisepunkten aufwartende Spielwelt wird automatisch kartografiert.

Wer gerade keine Lust hat, der Story zu folgen, von Geldsorgen geplagt wird oder nach besserer Ausrüstung strebt, kann in besiedelten Gebieten jederzeit auf Auftragssuche gehen oder sich um spontane Hilfsgesuche unterwegs kümmern. Das Questangebot ist jedenfalls riesig, lockt mit lukrativen Belohnungen und reicht von Such- und Sammeldiensten über Botengänge und Informationsbeschaffungen bis hin zu Kampf- und Rettungseinsätzen. Zwar laufen viele Missionen immer wieder nach demselben Muster ab, aber vieles lässt sich locker nebenher erledigen und wer nicht will, kann die Anliegen anderer auch komplett ignorieren.

Durch das Erfüllen von Aufträgen verbessert man jedoch stetig sein Ansehen bei der Bevölkerung der entsprechenden Region, was einem mit der Zeit immer attraktivere Aufgaben und Entlohnungen beschert. Zudem lässt sich durch gemeinsame Kämpfe und Missionen der Zusammenhalt aktiv beteiligter Gruppenmitglieder steigern, wodurch man an bestimmten Orten sogenannte Harmoniegespräche auslösen kann, die interaktive Einblicke in das Gefühlsleben der Beteiligten erlauben und sie mit passenden Dialogentscheidungen einander noch näher bringen können.

Zuneigung lohnt sich

Darüber hinaus können gut befreundete Charaktere Talente miteinander teilen, die man sich im Spielverlauf entsprechend aktuell gewählter Gesinnungen aneignet. Will man, dass auch Fellknäuel Riki schwere Rüstungen tragen kann, muss man ihn einfach lange genug Kraftprotz Reyn an die Seite stellen bis er Zugriff auf dessen entsprechendes Talent erhält. Der Platz an Verknüpfungen ist allerdings begrenzt, so dass ein gewisser Individualismus stets erhalten bleibt und man je nach Situation oder Spielanlage ganz unterschiedliche Ausrichtungen realisieren kann.

Ein Verändern der Verknüpfungen ist wie auch der Wechsel von Gesinnungen zum Erlernen damit verbundener Talente jederzeit möglich. Dadurch bietet die Charakterentwicklung trotz automatischer Attributsverbesserungen bei Stufenanstiegen und vorgegebener Reihenfolge neu erlernter Techniken ausreichend Freiraum für individuelle Anpassungen, was durch die freie Wahl und Verbesserung der im Kampf verfügbaren Techniken noch unterstützt wird. Auch die Techniken an sich sind von Charakter zu Charakter sehr verschieden, so dass auch die Zusammensetzung der Kampfgruppe zum Experimentieren einlädt.

Ausrüstung nach Maß

Platz für Individualisierungen bietet auch das Ausrüstungssystem, bei dem man nicht nur über waffen- und rüstungsbezogene Charakterwerte entscheidet, sondern auch das damit verbundene Erscheinungsbild beeinflusst, das auch in den in Spielgrafik präsentierten Zwischensequenzen zum Tragen kommt. Alternativ kann man neuerdings auch rein kosmetische Ausrüstungsgegenstände anlegen. Die Story wird auch ohne Renderprunk aufwändig und eindrucksvoll inszeniert, wozu auch die engagierten englischen Sprecher beitragen. Darüber hinaus gibt's aber nach wie vor auch eine Option auf japanischen Originalton sowie deutsche Untertitel.

Die Kampftechniken der Gruppenmitglieder kann man frei kombinieren und verbessern.

Die meisten Ausrüstungsgegenstände verfügen zusätzlich über spezielle Juwelensteckplätze, die man ähnlich wie in Final Fantasy 7 mit magischen Kristallen besetzen kann, die verschiedenste Eigenschaften besitzen: Manche steigern Charakterwerte wie Stärke, Abwehr oder Agilität, andere gewähren Resistenzen gegen Statusbeeinträchtigungen oder erzeugen diese bei Gegnern und wieder andere schaffen Barrieren, haben regenerative Kräfte oder helfen bei der Wutkontrolle.

Wer will, kann aus passenden Beutestücken und aus Kristalladern gewonnenen Mineralien auch selbst Juwelen schmieden. Das Ergebnis hängt dabei von der Reinheit der Rohstoffe und den zur Veredelung eingesetzten Gruppenmitgliedern ab. Auch die Freundschaft zwischen den Beteiligten spielt eine wichtige Rolle - ein Grund mehr, sich um ein harmonisches Miteinander zu bemühen. Waffen oder Rüstungen an sich können hingegen nicht von Hand geschmiedet werden und müssen gekauft oder im Kampf erbeutet werden.

Paradies für Sammler

Statt klassischer Schatztruhen findet man regionale Items zum Sammeln und Tauschen.

Klassische Schatztruhen gibt es in Xenoblade keine. Stattdessen klaubt man unterwegs regionsspezifische Pflanzen, Insekten oder andere Besonderheiten auf, die man in Katalogen ablegen und dafür spezielle Belohnungen kassieren kann. Darüber hinaus kann man seine Fundstücke natürlich auch verscherbeln oder als Tauschobjekte einsetzen. Viele Einwohner sind nämlich selbst leidenschaftliche Sammler und bieten Gegenstände feil, an die man sonst nur schwer oder überhaupt nicht heran kommt.

Auch am Wiederaufbau einer verwüsteten Kolonie kann man sich aktiv beteiligen, in dem man Wohnraum schafft, die Wirtschaft ankurbelt, für mehr Lebensqualität sorgt und feindliche Übergriffe abwendet. Die Entwicklung verläuft im Gegensatz zu Dark Cloud oder White Knight Chronicles zwar in vorgegebenen Bahnen, als Dank winken aber auch hier wachsende Einkaufmöglichkeiten sowie neue Tauschpartner und zusätzliche Jobangebote. An optionaler Beschäftigung mangelt es jedenfalls nicht.

Die Definitive Edition wartet sogar mit einem umfangreichen Zusatzkapitel auf, das ein Jahr später an die Ereignisse des Hauptspiels anknüpft und auch ohne dessen Abschluss direkt aus dem Hauptmenü mit vorgegebener Stufe gestartet werden kann, falls man das Original etwa schon kennt. Die "Verbundene Zukunft" getaufte Bonusepisode hält weitere zehn bis 15 Stunden Spielzeit bereit, in deren Zentrum Shulk und Melia sowie die beiden Nopons Nene und Kino stehen, die es auf der Schulter des Bionis mit einer neuen Bedrohung zu tun bekommen, ohne dabei auf Talentbäume oder Vorhersehungen zurückgreifen zu können.

Doch auch Shulks eigentlicher Rachefeldzug ist von geradezu epischem Ausmaß. Selbst wenn man nur das Nötigste abseits der Haupthandlung unternimmt, um bevorstehenden Gefahren kräftemäßig gewachsen zu sein und ausreichend Geld für aktuelle Ausrüstung in der Kasse zu haben, sollte man mindestens 70 Stunden Spielzeit einrechnen. Wer alle Aufgaben meistern, sämtliche spielinternen Trophäen einsacken und jeden Winkel der gigantischen Spielwelt erkunden will, kann sich aber auch problemlos über Wochen hinweg mit Xenoblade Chronicles beschäftigen.

Prachtvolle Kulissen

Die Erkundung der monumentalen Landschaften mit dynamischem Tages- und Wetterzyklus ist nach wie vor eines der Highlights des Spiels. Klar, Charaktermodelle, Mimik und Texturen sind trotz grafischer Verbesserungen vergleichsweise grob und alles andere als auf der Höhe der Zeit, aber die Kulissen sind mit ihrer schieren Größe und Detailverliebtheit noch immer sehenswert und ungemein stimmungsvoll. Nur die Kamera hätte bei großen oder fliegenden Gegnern teils übersichtlicher, die Bildrate im stationären Betrieb mitunter geschmeidiger sein können. Im Handheld-Modus fällt das leichte Ruckeln hingegen weniger auf. Zudem ist die Schrift unterwegs sehr gut lesbar. Touch-Unterstützung wird aber leider nicht geboten.

Stimmungsvolle Reise: Auch in der neuen Zusatzepsiode "Verbundene Zukunft" können prächtige Landschaften mit atmosphärischen Tages- und Wetterwechseln erkundet werden.

Auch die unterschiedlich auf den Spieler reagierenden Gegner sind teils äußerst imposant, die allgemeine Sichtweite hervorragend. Manche Kreaturen sind von Haus aus friedlich oder notorische Einzelgänger, die sich gezielt anlocken lassen, andere greifen bei Blickkontakt sofort an oder rotten sich bei Bedrohung zusammen. Wieder andere reagieren allergisch auf Geräusche oder Zaubertechniken, was bei entsprechender Stärke zu  behutsamem Schleichen und konsequentem Magieverzicht in ihrer Nähe zwingt - zumindest bis man stark genug ist, es auch mit ihnen aufzunehmen.

Stimmungsvolles Erkunden

Die Effekte und Animationen können sich jedoch sehen lassen, die einzelnen Gruppenmitglieder verfügen teils sogar über individuelle Schwimmstile, während das Leveldesign mit seinen verwinkelten Schluchten, zahlreichen Klettermöglichkeiten und rasanten Rutschpartien trotz der ein oder anderen lästigen KI-Macke wahre Action-Adventure-Qualitäten besitzt, flankiert von einer gelungenen Automap-Funktion. Je nach Tageszeit sind auch unterschiedliche Gegner aktiv, NPCs unterwegs und Ereignisse möglich, was aber nie zur Last wird, da man jederzeit auch manuell an der Uhr drehen darf. Auf Switch stehen sogar eine Reihe neuer Tempo-Herausforderungen bereit.

Story- und Zwischensequenzen kann man sich jederzeit erneut zu Gemüte führen.

Für erstklassige Atmosphäre sorgt neben den prächtigen Kulissen und Witterungswechseln aber auch der facettenreiche Soundtrack, der sich verschiedenen Situationen dynamisch anpasst und sowohl ruhige Klavierpassagen als auch treibende Rock-Klänge zu bieten hat - und das wahlweise in Originalfassung oder neu arrangierter Form. Für Zwischensequenzen gibt es zudem einen praktischen Viewer, über den man sich besondere Momente jederzeit erneut zu Gemüte führen kann.

Fazit

Auch auf der Switch sollte sich dieses Meisterwerk kein Fan fernöstlicher Rollenspiele entgehen lassen. Die Definitive Edition wartet sogar mit umfassenden Neuerungen wie einem üppigen Bonuskapitel, neuen Herausforderungen, einem zusätzlichen Schwierigkeitsgrad, einer freieren Verteilung der Erfahrungspunkte sowie einem wahlweise neu arrangierten und nach wie vor famosen Soundtrack auf. Grafisch hat der Zahn der Zeit zwar trotz Aufpolierung Spuren hinterlassen, aber die Kulissen und Gegner sind noch immer eine Pracht, die Story episch, die Spielwelt riesig. Auch Charakterentwicklung und Sammelreize machen Laune, während das Leveldesign echte Action-Adventure-Qualitäten besitzt und das an Online-Rollenspiele erinnernde Kampfsystem mit dynamischer Teamarbeit überzeugt. Genrefans werden jedenfalls noch immer hervorragend unterhalten und das noch länger und komfortabler als bisher.

Pro

epische Story
riesige Spielwelt
prächtige Kulissen
imposante Gegner
eindrucksvolles Leveldesign
dynamische Echtzeitkämpfe
stimmungsvoller Soundtrack
individuelle Charakterentwicklung
motivierende Bau- und Sammelreize
dynamischer Tages- und Wetterzyklus
schnelle Orts- und Zeitwechsel
individuelle Tauschhandel
praktische Kartenfunktion
spielinterne Trophäen
neue Spielinhalte und -funktionen

Kontra

angestaubte Inszenierung
wiederholungslastiges Questdesign
mitunter etwas holprige Bildrate
gelegentliche Kameraprobleme
keine Touch-Unterstüzung

Wertung

Switch

Nach wie vor hervorragendes Action-Rollenspiel, das klasse erweitert wurde und dessen epische Story und grandiose Spielwelt auch heute noch begeistern.

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Kommentare

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ToterDodo

X hat mich persönlich nicht groß begeistern können und den zweiten Teil fand ich schon sehr gut (vor allem dann auch Torna), aber hat mich nicht so umgehauen wie der 1er damals auf der Wii.
Der ist für mich persönlich ein Ausnahmespiel gewesen.
Xenoblade auf der Wii und Xenoblade X auf der WiiU waren auch technisch fantastische Spiele die "unmögliches" aus den Konsolen herausholten. Xenoblade X hat immer noch eine der eindrucksvollsten und abwechslungsreichsten "Open-Worlds" der Spielegeschichte.

Mit dem Wechsel auf Switch hat Monolithsoft aber anscheinend die technisch fähigen Entwickler gefeuert. Technisch sind Xenoblade 2 und Xenoblade Remaster bestenfalls durchschnitt.

Darüberhinaus sind die Soft-Porno-Ansätze in Xenoblade 2 zum fremdschämen schlecht und manchmal direkt "gruselig", wenn da Charaktere die Aussehen und sich Verhalten wie 14jährige Mädels mit Stripper-Outfit und Melonenbrüsten ausgestattet werden und sich ein "niedlicher" Protagonist sich sowas wie einen "Sexroboter" baut.

Nichtsdestotrotz ist Xenoblade 1 ein Meilenstein der Rollenspiele und immer ein Spiel wert. Nur sollte man sich klar sein, dass man Xenoblade 2 nicht kaufen sollte, nur weil einem Teil 1 gefallen hat. Der 2. Teil ist in vielen belangen deutlich schlechter und wegen den o.g. Aspekte stellenweise beinahe unerträglich dumm.

Ich hoffe das nächste Xenoblade bzw. das nächste Spiel von Monolith wird wieder gut.

Zuletzt bearbeitet vor einem Jahr

vor einem Jahr
flo-rida86

Als JRPG Fan ist das Spiel schon fast Pflicht, wenn man nicht auf ein rundenbasiertes Kampfsystem besteht.
Für mich mit das beste JRPG das ich je gespielt habe.

Eine wackelige Bildrate würde mich aber bei einem 60€ Remake (hab sowieso 90€ für die CE gezahlt...) schon nerven.
Mal schauen.
nicht nur das spiel sondern die serie ;)

ps ok xenoblade x mein ich damit nicht.

vor einem Jahr